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Über mich

Ich weiß, wie es ist, stark zu sein -
und sich dabei selbst zu verlieren.

Ich heiße Evelyn, bin 43 Jahre alt und Mutter von zwei wundervollen Söhnen.
Mein Leben hat mich früh gelehrt, Verantwortung zu übernehmen.

Ich bin in einem Umfeld aufgewachsen, in dem ich gelernt habe, stark zu sein.
Mich selbst zurückzustellen. 
Zu funktionieren.

Es allen recht zu machen.

Und das konnte ich gut.

Ich habe gekämpft.

Mich weitergebildet.

Mir etwas aufgebaut.

Ich habe eine Ausbildung gemacht, später eine Weiterbildung.

Habe mich immer wieder weiterentwickelt. 

Und dennoch hatte ich oft das Gefühl, mich dabei immer weiter von mir selbst zu entfernen.


Ich bin immer wieder aufgestanden, wenn es schwierig wurde.
Habe ein Haus renoviert – vieles davon selbst in die Hand genommen.
Habe gearbeitet, organisiert, getragen.

Oft bis zur absoluten Erschöpfung.

Nach außen wirkte ich stark.
Und ich war es auch. - zumindest habe ich das lange gedacht.

Doch innerlich fühlte ich mich oft nicht angekommen und leer.

Ich habe lange nach dem „Fehler“ gesucht.

In Situationen.
In anderen Menschen.
In äußeren Umständen.

Immer wieder dachte ich:
Wenn ich nur noch etwas mehr leiste,

noch besser werde,

noch stärker bin,

noch mehr arbeite –
dann wird es irgendwann leichter.

Doch das wurde es nicht.

Ich war erschöpft.

Müde.
Oft leer.
Hatte nur noch Energie für das Nötigste.

Bis mein Körper begann, mir klare Signale zu senden.
Nicht als Strafe.
Sondern als Hinweis.

Der Wendepunkt


Irgendwann wurde mir klar:
Ich hatte mein ganzes Leben im Außen gesucht.

Bestätigung.
Wert.
Sicherheit.

Liebe.

Anerkennung.

Und dabei mich selbst verloren.

Der eigentliche Kampf war nicht gegen die Umstände.
Sondern gegen mich -

und meinen eigenen Blick auf mich.

Als ich begann, meinen Selbstwert

nicht mehr an Leistung, Anpassung oder Erwartungen

zu knüpfen,
veränderte sich etwas Grundlegendes.

Ich habe wieder angefangen zu Leben.

Nicht über Nacht.
Schritt für Schritt.

Und nachhaltig.

Heute weiß ich, wer ich bin.


Ich kenne meinen Wert und auch meine Grenzen

Genau diesen Weg gehe ich auch.

Ich begleite Menschen nicht, weil ich ein perfektes Leben führe.
Sondern weil ich weiß,

wie es sich anfühlt,

sich selbst aus den Augen zu verlieren.

 

Und vor allem, weil ich weiß, wie schön es ist,

wieder ganz bei sich anzukommen.

Ich glaube nicht an schnelle Lösungen.
Ich glaube daran, dass jeder Mensch

seinen eigenen inneren Diamanten in sich trägt.

Manchmal ist er nur verschüttet –
unter Erwartungen, Erfahrungen und alten Überzeugungen.

So wie es bei mir war.

Ich helfe dir nicht, jemand anderes zu werden.
Sondern dich selbst wieder zu erkennen.

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